Eine interdisziplinäre Studie im Rahmen von Global Biodiversity Information Facility
Die Studie - ein Meilenstein:
- Gibt erstmals einen bundesweiten Überblick über die österreichischen Sammlungen und Datenbanken zur Artenvielfalt in den Fachbereichen Zoologie, Botanik, Mikrobiologie und Landwirtschaft.
- Erfasst sowohl den öffentlichen als auch den privaten Bereich.
- Basiert auf einem interdisziplinären Projektansatz und der Zusammenarbeit der führenden Fachinstitutionen Österreichs.
- Begründet den fachlichen Beitrag Österreichs zu " Global Biodiversity Information Facility" (GBIF).
Die Kooperationspartner und ihre Aufgabenbereiche:
- Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Projektauftraggeber)
- Umweltbundesamt
(Projektleitung) - Naturhistorisches Museum Wien
(Zoologische Belegsammlungen) - KIÖS / Akademie der Wissenschaften
(Botanische Belegsammlungen) - Tier- und Naturpark Schloss Herberstein
(Zoologische Lebendsammlungen) - ARGE Österreichischer Botanischer Gärten
und Institut für Botanik der Universität Wien
(Botanische Lebendsammlungen) - Bundesamt für Agrarbiologie Linz
(Landwirtschaftliche Lebendsammlungen) - Institut für angewandte Mikrobiologie
der Universität für Bodenkultur
(Mikrobiologische Lebendsammlungen) - Oö Landesmuseum / Biologiezentrum
(Datenbanken)
Was diese Studie aufzeigt:
- Den großen Umfang und Zuwachs sowie die hohe Qualität der in Österreich vorhandenen Daten zur Artenvielfalt in Sammlungen und Datenbanken.
- Den Wert und Nutzen der österreichischen Sammlungen und Datenbanken auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.
- Welche Daten GBIF zur Verfügung gestellt werden können und welche weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten sind.
- Den systematischen Inhalt, die geographische Abdeckung, die historische Bedeutung und die Verwendung der Sammlungen und Datenbanken.
- Den Zustand der Belegsammlungen hinsichtlich Betreuung und Entwesung sowie den Zustand der Lebendsammlungen hinsichtlich Lager-, Kultur- und Konservierungsbedingungen, Keimprüfung und Rejuvination,
Erhalt der genetischen Reinheit, phytosanitären Zustands, tierärztlicher Betreuung und fachlicher Tierpflege. - Die Dokumentation der Sammlungsdaten, die Möglichkeiten der Weitergabe, Leihgabe und Entlehnbarkeit von Sammlungsobjekten
sowie weitere Nutzungsmöglichkeiten. - Die Betreuung und Zugänglichkeit der
Datenbanken, die installierte Software und Struktur der verwendeten Datenbanken
sowie die vorhandene Infrastruktur bei den Datenbankbetreibern. - Den Handlungsbedarf bei Sammlungen bezüglich Erhaltung, Betreuung, Aktualisierung, Dokumentation, Digitalisierung, fachlicher Tierpflege und Tierhaltungsbedingungen. Den Handlungsbedarf bei Datenbanken bezüglich Betreuung und Datenbankvernetzung.
- Die wichtigsten erforderlichen Schritte, um dem dringenden Handlungsbedarf gerecht zu werden.
Die praktische Verwendung der Sammlungen und Datenbanken:
Der Großteil der Sammlungen und Datenbanken wird in der Forschung, für die Erhaltung von Tier- und Pflanzenarten und für den Naturschutz verwendet sowie in der Lehre und Öffentlichkeitsarbeit eingesetzt. Weitere wichtige Anwendungsbereiche sind der Erhalt genetischer Ressourcen und Wiederansiedlungsprojekte.
Die Sammlungen in Zahlen:
- 498 Sammlungen wurden bundesweit erhoben, davon sind 342 im öffentlichen und 156 im privaten Besitz,
- mit mehr als 46,5 Millionen Objekten
- und mehr als 320.000 Typus-Belegen.
- 186 Sammlungen sind historisch bedeutend (mit ältesten Belegen aus dem 16. Jh.).
- Der jährliche Zuwachs übersteigt 900.000 Objekte.
- Jährlich werden 70.000 Objekte entlehnt und
- ca. 3.700 wissenschaftliche Besucher registriert.
- Die Lebendsammlungen werden jährlich von ca. 5 Millionen Menschen besucht.
Die Datenbanken in Zahlen:
- 113 Datenbanken wurden bundesweit erhoben, davon sind 85 im öffentlichen und 28 im privaten Besitz,
- mit ca. 8 Millionen verschiedenen Datensätzen.
- Der jährliche Zuwachs beträgt ca. 340.000 neue Datensätze.
- 63% aller Datensätze befinden sich in 3 Datenbanken, 29% in 9 Datenbanken und die restlichen 8% in 101 Datenbanken.
Die Metadatenbank zur Studie:
Im DATEN-PORTAL finden Sie wichtige Angaben über die erhobenen Sammlungen und Datenbanken.